Welchen Fragen wollen wir uns Stellen?

Learn, Stories
Licht wird eingeblendet. Geflüster verstummt im Publikum. Eine Person schaut zu Boden, weiter hinten im Dunkeln sitzt eine zweite Person auf einer Bank.

-Was braucht es, um geliebt zu werden? Warum sind wir die Opfer unserer selbst? Wieso zerstören Niederlagen uns wenn doch auch Misserfolge Fortschritt sind?

-Nein

-Können wir noch selbstlos sein, wenn wir durch unseren Altruismus von allen Seiten ausgesaugt wurden? Werden wir gezwungen uns so zu verhalten wie die Gesellschaft es sich für uns vorstellt? Wie funktionieren Ampeln?

-Nein

Wieso macht Erfolg abhängig? Warum lesen wir nicht Sartre wenn wir es wollen? Wann bin ich interessant genug?

-ja

– Werden wir unseren Vorstellungen von uns selbst jemals gerecht? Wann hören wir auf uns zu verändern? Wie spät ist es? Was macht unsere Außenwelt mit uns? Wann sind zufrieden mit uns selbst?

– Nein?

–  Wer sind wir? Wie nehmen wir uns selbst wahr?

– Ja.

– Brauchen wir die Anerkennung anderer um glücklich zu sein? Wann sind wir wichtig?  Sind wir der Mensch von dem wir denken der wir sind? Wieso können wir Menschen nicht essen?

– Zeit ist alles, was du hast.

–  Kommen Meinungen von selbst? Warum sehen wir nie die wichtigen Dinge im Leben? Werden wir je vergessen wie unsere Umwelt aussieht? Wann haben wir genug von uns selbst? Wie lange muss ich die Augen schließen um zu vergessen?

Was unterscheidet uns voneinander?

Wie bin ich so geworden, wie ich bin?Wo finden wir uns selbst? Warum sind wir wichtig? Woher wissen wir wer wir sind? Wann sind wir zufrieden? Wie viele Gefühle müssen wir zulassen um Liebe zu empfinden? Wann bin ich interessant genug? Bin ich es wert am Leben zu sein? Ist die Welt bereit für mich und bin ich überhaupt bereit für die Welt? Wie viele Variationen gibt es eine Wassermelone zu schneiden?

Ja? Wieso können wir nicht alle Philosophen sein? Warum brauchen wir so viel wie wir glauben zu brauchen?

Ja.

Ist Versprechen ein Fehler? Wieso versprechen wir, einander zu lieben? Wie wären wir wenn wir keine Grenzen hätten so zu sein wie wir sind? Was passiert wenn wir unsere Ziele erreicht haben?

Nein

Kristina Vasilevskaja

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Wer soll dafür sorgen, dass die Dinge so verlaufen, wie du es dir vorstellst?

Allgemein, Learn

DIE SINNES- DIÄT

Halt! Stopp! Nicht denken! Jetzt, jedenfalls für einen kurzen Augenblick, denn denken wird noch gefragt werden. Unsere Gedanken werden gelenkt, durch alles was uns umgibt, somit sind sehr davon abhängig, wie wir Dinge wahrnehmen.

Diät heißt nicht sofort, eine weitere Methode anders zu essen. In diesem Fall wird erklärt-  Diät bedeutet Lebensweise und dieses Buch strebt an, uns eine Lebensweise reich an Sinn zu geben. Was Sinn überhaupt ist und ob wir ihn überhaupt brauchen, wird natürlich auch vorgestellt.

Viel wichtiger ist, was das Gelesene mit uns macht, denn jedes Rezept, scheinen wir zu brauchen. Keine Kochrezepte, nein. Ein Rezept, ein Aha- Moment im Sturm der Fragen. Gleichzeitig scheint jeder Satz wie eine Herausforderung.

14 Rezepten entsprechen den 14 Kapitel  zu den Themen: Glück, Unzufriedenheit, Kommunikation, Unbekanntes, Freundschaft, Liebe, Gut und Böse, Perfektionismus, Tod, Angst und Zeit. Vor allem das Thema, nein eher Problem, Zeit, ist für uns ein markanter Punkt. Wir haben kaum Zeit und beschäftigt sein ist ein 24/7 Status.

Wer nicht aufpasst und macht über sich gewinnt wird von der Zeit verschlungen.

Wir können keine Zeit gewinnen indem wir sie sparen. Die Zeit wird immer weniger statt mehr.

Oft dachte ich mir, ob das ernst gemeint ist, ob das stimmt und man darf und soll ja auch nicht alles glauben. Hinterfragt! Das ist ebenfalls eines der Ziele dieses Buches. Zweifelt weniger und lauft nicht in eurem eigenen Hamsterrad, denn wir haben schon alles was wir brauchen, wir müssen uns dem nur öffnen. Mit jedem Rezept entdecken wir verborgene Fragen und Gedanken über unser selbst und den Menschen an sich.

Wir denken oft ,,Damit habe ich doch nichts zu tun. Das brauche ich nicht.”  

Erschreckend ist: das Buch hat seine Bestsellerlistenzeit zwar schon hinter sich, trotzdem passt jedes Problem in unser Jahrzehnt.

Traurig, dachte ich mir beim Lesen, denn anscheinend hat sich die Menschheit nicht weitgehend  entwickelt. Wie gut, dass es auch heute Gegenbewegungen gibt und Bücher, wie dieses, die uns die Augen und Köpfe öffnen wollen.

Sich losmachen vom fixieren der Dinge. Alles verändert sich. Nichts ist vorhersehbar. Nichts ist kontrollierbar. Schon gar nicht unser Leben.

Ein bisschen komisch ist es schon, dass die Philosophin und Autorin Rebekka Reinhard mit philosophischen Beratungen Menschen zu eigener Besinnung bringt. Einige lustige als auch merkwürdige Ereignisse in diesen Beratungen gibt sie wider und lässt uns nicht nur durch sie unseren eigenen Gedanken freien Lauf.  

Eudaimonia 

Sie schlägt auch eine Brücke zu verschiedenen Philosophen und philosophischen Richtungen und zeigt, was wir lernen können. Was wir aus dem Buch mitnehmen liegt ganz bei uns , denn wir müssen nicht alles sofort als wahr und richtig bezeichnen. Es gilt aber, den Blickwinkel zu erweitern und freisinnig in die Welt zu blicken.

Durch dieses Buch habe ich mehr gelernt, als mir jetzt wahrschienlich bewusst ist und ich lebe mit dem Ziel, das Leben als ein Kunstwerk zu sehen. Ein wunderschöner Gedanke, der auch aus diesem Buch stammt.

Unser Leben ist keine Option. Unser Leben ist wirklich und einzigartig. Es gibt keine Alternative. Wir müssen es leben.

Für wen ist ,,die Sinnes-Diät” ?

  • Für Menschen, die den immergleichen  Alltag satt haben, die aus ihrem Hamsterrad flüchten wollen, wenigstens gedanklich.
  • Für menschen, die bereit sind ihren Geist zu fördern
  • Für Menschen, die einfach nur dem Leben näher kommen wollen

Danke für dieses Buch, Rebekka Reinhard! Die Sinnes-Diät 

Wer soll dafür sorgen dass die Dinge so verlaufen wie du es dir vorstellst? – Seneca

Von Literatur, Kunst und halbgeheimen Projekten

Allgemein, Kunst Überall, Learn, Stories

Lieber Leser,

ich bin nun wirklich ein Neuling, was das Bloggen betrifft und so richtig hineinfuchsen, wie man das gern sagt, kann ich nicht. Meine Seite hat den Namen berlinerkunstfuerdich aber gibt es überhaupt noch Menschen, die sich für Kunst interessieren? In der Schule wird auch hinterfragt, wozu das Fach Kunst überhaupt da ist.

Literatur

Bücher sind wundervoll. Ja, jeder liest sie, wer sich bilden und entspannen will. Es gibt deshalb auch etliche Buchblogger und sogar Buchmagazine, wie zum Beispiel das Flow-Magazin.

Macht es deshalb Sinn, auch noch über Büchern und das Schreiben selbst zu schreiben? Natürlich wissen wir- es gibt so viele Meinungen wie Menschen, aber viel Sinn macht das ja nicht.

Projekt

Ich habe eine Art Projekt gestartet mit Anfang dieses Jahres. Da dieser Blog kaum gelesen wird, kann ich ohne Scheu alle meine Vorhaben und Pläne erzählen.

In meiner Schule hat man die Möglichkeit, wenn man dran bleibt, eine Arbeitsgemeinschaft zu eröffnen. Ich möchte eine Kunst AG eröffnen. (Wer hätte es gedacht)  So nun bin ich selbst schon sehr gespannt auf die ersten Stunden und Menschen, die mich erwarten.

Im Wesentlichen geht es aber nicht nur um Kunst sondern auch um Philosophie(immer geht es um Philosophie) Ja! Natürlich. Es gibt keine Auszeit in der Philosophie, keine Verschnaufpausen in der wir sie mal zur Seite legen. Den Verstand und das menschliche Handeln zur Seite legen.  Die Philosophie wird in allen verschiedenen Arten auf die Kunst angewandt. Was denkt der Künstler sich dabei, ist ja eine der berüchtigsten Fragen in der Kunst; und einer der wichtigsten. Wie das jeweilige Werk in unsere Gesellschaft passt oder nicht, wie es sie vielleicht sogar indirekt angreift. Durch Kunst findest du zu sich selbst und so auch durch Philosophie.

Der Name eines philosophischen Kinderbuches, das ich gesehen hatte, heißt: Philosophie- oder wenn es im Kopf kitzelt, was wirklich gut getroffen ist.

Es geht ums hinterfragen und in der Kunst ist es nicht anders.

Ich frage mich schon, was meine Teilnehmer darüber denken werden und was überhaupt ihre Ansichten sind. Es ist immer wunderbar andere Meinungen und Perspektiven zu sehen, da wir in unserem Leben nur selten auf andere Perspektiven achten, ja wir denken manchmal gar nicht daran, wie ein Sachverhalt von der anderen Seite aussieht. Das ist eine der schlechten Angewohnheiten des Menschen.

 

Wer es vielleicht kaum erwarten kann, wann die Fortsetzung von cigarettes kommt, so kann ich nur sagen: Bald beziehungsweise irgendwann.

Wem cigarettes nichts sagt, sollte hier reinklicken: ,,Cigarettes”

 

 

Die lange Kurzgeschichte – ,,Cigarettes“

Berlin, Stories

 

Cigarettes

,,Bist du sicher?”

,,Ja, jetzt gib schon her.”

..So schlimm?”

Ich gebe keine Antwort.

Sie gibt mir die Packung. Ich nehme sie wortlos und verschwinde aus der großen Rauchschwade, die ihren Ursprung aus den Zigaretten der 12. Klässler hat.

Stehen bleibe ich erst, als keine Stimmen mehr zu hören sind.  Wie trostlos die Gegend auch sein mag,  es gibt  wenigstens einen Park und sogar einen heruntergekommenen Spielplatz inmitten des heruntergekommenen Parks inmitten einer heruntergekommenen Stadt inmitten eines  sich-gegenseitig-mit-dem-Finger-zeigenden Landes inmitten eines Kontinents, so wunderschöner, aber natürlich auch trauriger, Ereignisse.

Hinter den Bänken des Parks versteckt sich allerlei Müll und Dinge, die nicht in einen Park gehören, aber das interessiert ja auch niemanden. Ich wende meinen Blick von den, um einen Teich stehenden,  Bänken.

Ich visiere den Spielplatz an. Vielleicht kann ich mir von der kindhaften Atmosphäre etwas erhoffen.

Meine Schuhe sinken kaum im Sand ein. Er ist schon halb versteinert von der Kälte.

Kleine Pflanzen, Blumen im Sand erzählen mir, dass Kinder hier nicht spielen. Das Unkraut sagt, dass hier schon lange nicht mehr aufgeräumt wurde.

Ich schaue einmal im Kreis umher. ,,Das sehe ich,”sage ich dem Unkraut. Die Blumen sagen nichts mehr. Sie sind ja auch nicht besonders schön.

Ich setze mich auf eine der Schaukeln. Zuerst schaukle ich lustlos, fange dann aber an, immer mehr Spaß dabei zu haben. Ich höre, wie sie quietscht, als ich zu fliegen beginne.

Die hohen Bäume springen und die Straße ist mal da, mal nicht. Ich lache in mich hinein, doch brauche ich mich eigentlich vor nichts und niemanden zu fürchten, denn ich bin ganz allein! Keiner könnte mich hören!

Ich bin ganz allein. Keiner hört mich.

Die Schaukel pendelt aus bis ich komplett stehen bleibe. Ich halte inne. Klar, ich habe ja zwei drei Menschen, dich mich leiden können und wenn ich nach Hause komme..

,,Manchmal muss man nicht weiterdenken”, sage ich der anderen Schaukel neben mir.

Der Park ist so leer, ich könnte tanzen und keiner würde es bemerken, aber ich tanze nicht. Meine Gestalt, so zusammengekrümmt von all der Last auf meinen Schultern.

Letztendlich lasse ich mich mit einem Seufzer auf eine der alten Holzbänke nieder.

Die Packung Zigaretten aus meiner Jacke. Ich betrachte sie. Fünf Stück liegen noch drin. Ich nehme mir eine heraus und rolle sie zwischen meinen kalten Fingern hin und her.

Wie ein Geistesblitz, kommt mir in den Kopf, dass ich ja gar kein Feuerzeug habe. Genervt fluche ich den Boden an.

Ein Schatten auf dem Boden verrät mir, dass jemand näher kommt.

Langsam schaue ich hoch. Ein Paar alte Arbeitsschuhe, eine dreckige Jeanshose, eine dünne Parka und ein bärtiges Gesicht mit roter Nase blickt mich an.

Der Bart des Mannes ist so lang, ich könnte nicht ausrechnen, wie viele Dreitagebärte das hintereinander wären. Ich erwische mich dabei, wie ich mich sofort von ihm abgewandt habe. In eine Schockstarre versetzt, aber bereit, los zu laufen.   

,,Feuer?”, lächelt er mich an und streckt mir sein Feuerzeug entgegen. Viele seiner Zähne sind schwarz. Ich kenne mich nicht gut genug in Bio aus, um die Ursachen zu ergründen.

Ich strecke meine Zigarette wortlos gegen die Flamme.

,,Kann ich mich setzen, junge Dame?”

,,Gehen Sie.”

,,Vielen Dank”, sagt er immer noch lächelnd und setzt sich.

Eine Weile sitzen wir so da. Die Falten an seinen Augenwinkel deuten darauf hin, dass er früher gern und oft gelacht hat, aber das muss schon Jahre her sein. Ist er glücklich?

Ich nehme einen Zug und fange an, zu husten.

,,Ihre Erste?”, fragt er neugierig.

,,Nicht ihre Angelegenheit.”

Er dreht sich wieder mit dem Kopf von mir weg und starrt den Teich an, der kaum noch wegen des Schilfs zu sehen ist. Das weiß ich, weil ich ihn aus dem Augenwinkel beobachte.

Ich nehme noch einen Zug diesmal kommt das Husten aus dem Innern. Mein Mund fühlt sich an, als hätte ich Asche gegessen.

,,Wieso rauchen Sie?”

,,Geht Sie nichts an.”

,,Sie können es mir ruhig sagen. Ich höre Ihnen gern zu.”

Ich sage nichts.

,,Seien Sie nicht so stur und eigensinnig.”

,,Ich bin nicht stur und eigensinnig. Ich will Ihnen einfach nichts erzählen.”

,,Wieso?”

,,Wieso?”, frage ich ungläubig.

,,Also wenn hier jemand schwerhörig wird, dann wäre ich der erste von uns beiden.”

,,Warum sind Sie hier?”

,,Weil das Leben will, dass ich hier bin.”, antwortet er.

,,Welches?”

,,Na meins natürlich, doch nicht ihr mickriges Leben.”

Ich springe von der Bank auf.

,,Hey, mein Leben ist genauso wichtig wie ihr’s!”

,,Ja ja, setzen Sie sich wieder hin”, sagt er ruhig. ,,Sehen Sie wir haben doch schon einen Fortschritt.”

,,Der wäre?”

,,Würden Sie mir helfen, wenn ich jetzt einen Herzstillstand erleiden würde?”

,,Natürlich.”, sage ich, wie aus der Pistole, jedoch nicht sicher wie ich helfen könnte.

,,Und warum?”

,,Was soll denn diese Frage? Ich würde Ihnen helfen, weil das menschlich ist.”

,,Oh Liebes, dieses Adjektiv ist gefährlich, aber darauf kommen wir gern später zurück. Mein Leben ist von genauso großer Bedeutung, wie Ihres. Das wäre die richtige Antwort gewesen, aber sie werden sicher noch besser. “

,,Vielleicht will ich ja gar nicht besser werden.”

,,Oh doch das wollen Sie.”

,,Woher wollen Sie das so genau wissen?”

,,Ich sehe es in ihren Augen.,”sagt er und lächelt mich wieder mit seinen furchteinflößenden Zähnen an, aber jeder Mensch entfaltet seine Schönheit, wenn er lächelt und das trifft auf jeden Fall auf ihn zu. Ein so aufrichtiges und warmes Lächeln wurde mir schon lange nicht mehr geschenkt.

Eine Weile sagen wir nichts, konzentrieren uns nur auf uns selbst.

,,Hören Sie, Sie scheinen ja ganz nett zu sein, aber ich versteh’ nicht, was sie von mir wollen?”, sage ich schließlich.

,,Ich will Ihnen helfen.”

,,Ja, aber sehen Sie denn nicht, dass Sie selbst Hilfe brauchen!”

Er verstummt, schaut nach vorn und scheint geistlich gar nicht mehr hier zu sein, so als würde er jetzt sein ganzes Leben vorbeiziehen sehen. Ich habe den wunden Punkt getroffen und fühle mich sofort schlecht dabei.

,,Entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht verletzen. Ich weiß, doch eigentlich nur allzu gut, wie sich das anfühlt.”

Er starrt noch immer mit leeren Augen auf den Teich.

Diesmal tippe ich ihn an der Schulter an. Er schließt die Augen und ich atme aus.


Nach und nach werden weitere Teile der Geschichte entstehen. Vielen Dank fürs Lesen.

Wie sich Poesie und Kunst berühren

Kunst Überall, Learn

Ich denke, ich spreche für viele, wenn ich behaupte, dass wir von Büchern, die wir lesen, inspiriert und geleitet werden. Viele Aspekte in unserem Umfeld haben großen Einfluss auf unser Denken.

Wieso sage ich das jetzt?, fragst du dich vielleicht.

Mr Keating, kein anderer als aus dem Buch ,,Der Club der toten Dichter“, hat mir gezeigt, wie Poesie auf das Leben trifft und wieso wir Lyrik überhaupt brauchen.

Ich weiß nicht, ob du das Buch kennst, aber es ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Im Großen und Ganzen geht es darum, wie eine Gruppe von Jungs von der strengen Jungenakademie sich vom neuen Englischlehrer Mr. Keating inspiriert fühlen.

Er zeigt Ihnen, wie wichtig es ist seine Stimme zu finden und sein Leben lebenswert zu machen. Was natürlich auch Konsequenzen mit sich bringt, aber ich finde, du solltest das Buch lesen, um die Magie zu spüren.

So nun zeigt Mr. Keating einen wichtigen Punkt in der Poesie, die auch auf die Kunst zutrifft. Ich könnte das niemals so wunderbar ausdrücken, wie er, deshalb lasse ich erzählen.

,,Wir dürfen Poesie nicht auf das Wort beschränken. Poesie kann in Musik enthalten sein, in einem Foto, in der Zubereitung eines Essens- in allem, was Stoff zu einer Offenbarung hergibt. Poesie ist in den alltäglichsten Dingen vorhanden, aber sie darf nie, nie ordinär sein. Sie sollen über das zuckersüße Lächeln eines Mädchens schreiben, unbedingt, aber wenn Sie es tun, dann müssen Sie in Ihrem Gedicht das Jüngste Gericht, das Ende aller Zeiten heraufbeschwören. Entscheidend ist allein, dass es uns erleuchtet, aufregt, und-wenn es genial ist- uns das Gefühl vermittelt, unsterblich zu sein. “                                                                                                                                                     (Der Club der toten Dichter, N.H.Kleinbaum, 1990 The Walt Disney Company, S. 72) 

Wow. Sind diese Zeilen, denn nicht herrlich?

Ich war so bezaubert und hingerissen von diesem Buch. Wenn du es auch lesen möchtest, ist hier der Link zu Amazon., obwohl ich ja auch die kleinen vollbepackten Buchhandlungen liebe.. Der Club der toten Dichter

Ich helfe Amazon, aber liebe selbst, die kleinen verzauberten Buchläden.. Wunderbar.

Kunst, ist überall zu finden. Es wäre wirklich schön, wenn du mir erzählst, wo du Kunst gefunden hast, oder vielleicht sogar Poesie, denn das sind die Dinge, für die wir am Leben bleiben.

Wie Du Kunst sehen lernst

Kunst Überall, Learn

Hallo Du,

viele Menschen versuchen, einem klar zu machen, was gut ist und was schlecht, aber man sollte immer eine eigene Meinung haben. Das habe ich bereits gelernt.

Sie wollen Dich schlanker, hübscher, intelligenter, ausgewogener und ausbalancierter machen und das ist ja gar nicht falsch.  Manchmal brauchen wir etwas zur Abwechslung, oder nicht? Wenn man immer den selben Weg geht, ist das für Dich nicht gut und auch nicht für dein Leben.

Ich weiß, was mich glücklich macht, weißt du das auch?  In unserer neuen unglaublich smarten Welt ist kaum noch Platz für Kunst und Ausleben- egal was. Wir stürzen uns blind in die nächste Herausforderung, oder fordern uns erst gar nicht heraus.

Klar, liegt es an uns, aber nicht nur! Wir entwickeln uns mit der Welt und der Gesellschaft- ja denn wir sind ein Teil der Gesellschaft und wenn irgendjemand an etwas zieht und viele begeistert, dann wird er bald nicht allein sein.

Ich schweife ab, denn das sind ganz andere Dinge- auf die ich mit Dir sicher auch noch zu sprechen komme.

Ich glaube, für viele ist es schwer in unserem eintönigen Alltag voll grau und Frustration noch Funken von Fantasie, Glück und Kunst zu sehen. Ist das bei dir so? Manchmal kommt mir das so vor.

Wenn die Menschen in der Bahn sitzen und aus dem Fenster schauen, dort aber nichts finden können. Kein Glück, kein Gefühl, rein gar nichts.

Ich möchte Dir zeigen, was Kunst alles sein- und das heißt nicht, dass eine rotes Plakat Kunst IST. Ich denke, Kunst ist das Gefühl, dass in uns ausgelöst.

Auslöser für dieses Gefühl zu finden, ist eigentlich gar nicht so schwer.

Du kennst doch sicher den kleinen Prinzen, oder?

Wenn du einen knallgelben Luftballon siehst, dann ist er für dich nicht einfach ein gelber Luftballon. Er enthüllt Dir eine Geschichte voller Liebe und Freundschaft oder vielleicht eine von Hass und Verrat, aber er ist für dich anders als für andere Menschen.                        Er ist wie Kunst für dich.  Du verlierst dich in der Erinnerung. Er wird für dich nie etwas anderes sein und wenn jemand kommt und sagt: ,, Ist doch nur ein gelber Ballon.“ kannst du getrost sagen:,, Nein. Viel mehr als das“

Eine rote Leinwand wird dann zu Kunst, aber vielleicht nicht für dich, vielleicht für mich.