Flügel aus Wachs schmelzen, Preise nicht

Allgemein, Berlin

Er spannte die Flügel. Endlich konnte er fliegen und den Himmel näher sein, um in die Freiheit zu gelangen. Doch das war auch sein Verhängnis. Die Flügel mit Wachs befestigt schmilzten durch die Strahlen der Sonne und seine geliebten Flügel ließen ihn in den Tod stürzen. Ikarus hatte einen Traum gewagt und war gestorben.

Was hat das nun mit Theater zu tun?

Ganz viel! In der Kinder- und Jugentheaterszene Berlins wird viel Aufwand betrieben, um Kindern ein größtmögliches Erlebnis zu bieten. Immer wieder wird kreativ gegrübelt und getüftelt, wie Themen und Geschichten im Theater umgesetzt werden können. Bei so viel Kreativität wird stets auch gewagt und dabei manchmal in den Ozean gefallen.

Der IKARUS-Preis wird deshalb für Inszenierungen verliehen, die nach der Meinung der Jury erfolgreich geflogen sind.

Dieses Jahr wurde diese Auszeichnung nun schon zum 16. Mal verliehen- aus 8 Stücken musste sich die Jury entscheiden, doch diesmal nicht bloß eine Jury.

Kinder und Jugendtheaterstücke, von Erwachsenen gespielt und bewertet, aber wo bleiben da die Kinder? Ganz genau!

Glücklicherweise gab es dieses Jahr zum allerersten Mal eine ausgewählte Gruppe aus Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die ebenfalls einen eigenen Preis vergeben durfte.

Dass alle 8 acht Stücke potenzielle Gewinner sind, wurde mit jedem weiteren Besuch klar, bis der Punkt der Entscheidung kommen musste. Eine Jury hatte die acht Nominierungen aus 40 Stücken herausgesucht und deshalb konnten alle bei der Preisverleihung einen kurzen Einblick in die Vorstellung der Besten der Besten bekommen.

,,Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen, vor allem weil alle Stücke so unterschiedlich sind und eigentlich nicht vergleichbar- “

,,Aber wir haben uns entschieden!” In der Tat, das hatten sie, doch bevor der Gewinner verkündet wurde, hatten alle riesig Spaß bei der Preisverleihung am 7. November. Schuld daran waren vor allem die 4xSample Beatboxcrew, die beeindruckend und witzig aus jedem detail eine musikalische Performance kreierte

 und der Moderator Raphael Hildebrand, der mit breitem Lächeln und viel Humor charmant durch das Programm führte.IMG_4924

Die Märchen Hans im Glück, Schneewittchen und Die Bremer Stadtmusikanten wurden auf originelle Art neu erzählt. Verstörend und exzentrisch zugleich entführte die Parkaue mit Liedern und Neonfarben in ihre moderne Inszenierung. Die Geschichte der Aktivistin Malala wurde gezeigt. Wir wurden über die Umstände der Hühner in Massentierhaltung musikalisch aufgeklärt. Madagaskar wurde zum neuen Ziel, wenn ein Junge keine Liebe mehr von seiner Mutter erhält und die Geschichte des Mauerbaus in Berlin wurde mit Live-Musik und Witz, aber auch mit Dramatik durch eine Familie verdeutlicht.

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  Dann kam endlich der Moment der Enthüllung und der Gewinner für die 10 jungen Juroren wurde lauthals ins Publikum gerufen: ,,Einmal Schneewittchen, bitte!” Tosender Applaus und Anna Fregin, die Puppenspielerin, läuft mit breitem Grinsen auf die Bühne zu.

Kurze Zeit später, nachdem die zwei Beatboxer den Saal zum Lachen brachten und die Spannung bis zur Decke schoss, gab es einen zweiten Moment der Enthüllung: die Jury entscheidet sich für die Hühneroper und somit steht der zweite Gewinner des Jahres fest.IMG_4925

Konfettiregen und Rosengewirr, dazu werden insgesamt 7.500 Euro auf der Bühne festgehalten und alle Nominierten stürmen auf die Bühne.

Was für ein Fest.ikarus_gruppenbild-preistraeger_kay-herschelmann

Neugierig?

Hier bekommt ihr alle Nominierungen auf einen Blick- nur zu empfehlen! https://www.jugendkulturservice.de/de/theater/ikarus/ikarus-2018/

Hört auch gern bei den Beatboxern rein!  http://4xsample.de

 

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Milch und Honig für eine bessere Welt

Kunst Überall, Learn

Schwarzes Buch. Vielleicht 200 Seiten. Weiße Bienen starren mit ihren Gitteraugen auf die den fremdartigen Namen der Autorin- Rupi Kaur.

Wenn wir mit dem Daumen die Seiten wie bei einem Daumenfilm vorbeiziehen lassen, den

ken wir es ist nicht viel, nicht viel Text, aber viele Zeichnungen, doch hinter wenig Worten können sich viele Gedanken verbergen.

Ein Debüt, ein Solches, habe ich gehört, denn wie ein Wucht hat Rupi Kaur damit eingeschlagen und Millionen Menschen inspiriert. Die Themen sind verschieden- jedes Kapitel widmet sich einem Problem, einer Lebenslage.

Das Leiden
DasLieben
Das Brechen
Das Heilen

Gewalt zwischen Mann und Frau, Gewalt zwischen Eltern und Kindern und auch zwischen Fremden ist etwas so Präsentes und dennoch können wir unsere Augen so leicht davor schließen.

Was ist wenn wir uns den bösen Dingen öffnen? Es tut weh. Es tut weh, die schlechten Seiten unseres Seins zu sehen, aber jedesmal ist es so wichtig, dennoch beide Seiten zu sehen.

Gewalt und Missbrauch sind aber nicht die einzigen Dinge über die wir nachdenken beim Lesen der Verse. Es ist Liebe, die eine ganz vielfältige Rolle in dem Band übernimmt. Die Liebe zur Mutter und zum Vater, die Liebe zu sich selbst und auch zu einem anderen Menschen klingen wider in ihrer Poesie.

Wir spüren auch Schmerz und Verbitterung in nur ein paar Worten und es tut so gut, zu wissen, dass man nicht allein ist mit seinen Wahrnehmungen.  

Dann schließlich bekommen wir Aufmunterung und Mut geschenkt, neben Fragen, die wir uns selbst stellen.

Sie lässt uns das alles nur durch ein paar Zeilen, Worte, Verse,  sehen und fühlen,  lässt  die Haut kribbeln und kurz innehalten, um hochzusehen und sich zu vergewissern, wo man eigentlich ist.

Wenn die Scheiben der Bahn das Innere der Waggons reflektieren, weil draußen alles dunkel ist, dann ist es perfekt Rupi dabei zu haben.

Wenn man gerade verlassen wurde oder einfach nur etwas Mut und fremdes Leid braucht, dann ist es perfekt Rupi dabei zu haben.

Wenn man einfach etwas Abstand braucht von allem und sich gleichzeitig nicht abschotten will, dann ist es perfekt von Milch und Honig zu lesen.

if the hurt comes

so will the happiness

-be patient

Natürlich empfiehlt es sich, Bücher immer in der Originalsprache zu lesen, hier wäre es Englisch, aber auch die Deutsche Version ist lesenswert, wenn Englisch nicht möglich ist.

Nach Milk and Honey ist noch ein weiteres Buch von Kaur veröffentlich worden. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, aber the sun and the flowers soll mindestens genauso gut sein.

 

Tapete fliegt am blauen Himmel und ich schreie nach Hilfe

Allgemein, Learn

Manchmal, wenn wir so vereinnahmt sind von unserem Alltag, in ein und dem selben Ablauf mit vielleicht ein paar Abweichungen feststecken, dann sehnt sich unsere Seele nach Veränderung. Einem Schwung , einer frischen Brise aus einer unentdeckten Gegend.

Wir bleiben stehen, schauen hoch zum strahlend blauen Himmel und fragen uns: Was brauche ich? Was sollte ich ändern, um nicht einfach so weiterzumachen wie bisher?

Der Himmel antwortet nichts. Natürlich- denn, es liegt an uns, herauszufinden, was wir verändern sollten. Brauche ich eine neue Frisur oder ist doch  Größeres von Nöten, um mein Leben ein Stück neuer zu gestalten. Tapetenwechsel, bitte! Aber wozu Tapeten wechseln, wenn wir sowieso nie zu Hause sind? Gut, dann immer einen neuen Weg wählen, bei  Arbeit zu fahren, aber reicht das aus?

Im Herbst einen Frühjahrsputz machen, den Kleiderschrank ausmisten, Neues finden und Altes spenden. Vielleicht ja doch ein neuer Haarschnitt. Vielleicht trage ich ab jetzt nur noch schwarz.

Die Pariserin in mir betrachtet das Problem psychoanalytisch. Ich habe ein tief in mir liegendes Bedürfnis, das nicht gestillt ist und auf trivialem Wege versucht, sich zu zeigen. Tapetenwechsel ist ein Zeichen für den Wunsch nach Veränderung, aber auf welcher Ebene? Ich bin mir sicher, wenn ich einen neuen Haarschnitt will, will ich weit mehr als einen neuen Haarschnitt.

Es wird Zeit, mal einen Schritt zurückzutreten und sein eigenes Leben, den eigenen Standort, von der Seite zu betrachten.

Wenn wir all das Zeug, was uns vermeintlich glücklich macht beiseite schieben, wenn wir die Augen öffnen für das, was uns wirklich wichtig ist, dann können wir auch entdecken, was wir brauchen.

Es ist nur dieser kleine Trippelschritt, der gemacht werden muss- objektiv einen Blick auf sein Leben werfen und sich konkrete Fragen stellen: Wie sieht mein Alltag momentan aus? Mit welchen Dingen beschäftige ich mich am Meisten? Was möchte ich eigentlich tun? Wann bin ich nicht ganz anwesend?

Ein neuer Haarschnitt ist eine Veränderung, die es wert ist, ausprobiert zu werden, aber nicht nur. Wie fühle ich mich, wenn ich mich nicht nur verändert im Spiegelbild sehe, sondern auch noch zufrieden?

Tapetenwechsel heißt Veränderung nicht nur mit dem, was wir sehen, sondern mit dem was wir erleben, also schmecken, riechen, fühlen und hören. Probier‘ Neues aus! Ganz neues, etwas woran du gar nicht gedacht hast, gar nicht in Erwägung gezogen hast zu tun und beobachte, was es mit dir macht und wie es dich verändert. 

Afrika in Berlin nicht nur wegen der Hitze..

Allgemein, Berlin

Licht wird gedimmt, so dass nur noch die strahlenden Hemden der Spieler in Blau, Gelb, Orange und Grün scheinen. Leichtfüßig betritt der junge Dirigent die Bühne mit Applaus im Hintergrund. Stille kehrt ein, bis das Orchester MIAGI aus Südafrika den Auftakt in  das Young Euro Classic Festival 2018 macht. 

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Schon das Einstimmen gab einen Vorgeschmack auf die Großartigkeit dieses Orchesters und dann begann das erste Stück, wobei Violinen, Cellos und Flöten sich gegenseitig antworteten, mal wie ein Sturm gemeinsam den Saal mitnahmen, mal ganz sacht die Bögen über die Saiten streichen ließen und den hohen Herrschaften die Möglichkeit gaben, ebenfalls zu antworten. Antworten auf den 100.Geburtstag Nelson Mandelas, der sein Leben lang nach Demokratie und Frieden strebte und zusammen mit Leonard Bernstein das diesjährige Festival beeinflusst. 

Heiko Maas hielt eine Rede und auch die Staatssekretärin für Finanzen mit dem Botschafter Südafrikas hielten Reden, weihten stolz die Briefmarke mit Mandela ein.  

 war von allen Seiten zu spüren und Freude, nicht nur über die Bekanntgabe der Mandela Briefmarke, sondern auch über das Talent und die Hingabe des jungen Orchesters waren überwältigend. Das Besondere eben dieses Orchesters ist, dass die Jugendlichen alle verschiedene Hintergründe haben und somit auch einen Mix aus verschiedenen Musikrichtungen spielen. Zusammen mit dem britischen Dirigenten Duncan Ward entstand eine ganz lebendige, impulsive Vorstellung. Ganz zum Höhepunkt des finalen Stückes bekam das Publikum  sogar eine Vorwärtsrolle und eine Körperwelle von ihm zu sehen. Wenn das nicht mal ein Beweis für die Lebhaftigkeit dieses Abends war!   Der gesamte Abend war durchzogen von afrikanischen Klängen nicht nur durch das Jugendorchester, sondern auch durch die A-Capella Gruppe ,,Just 6“ aus Südafrika, die mit Stimme und Präsenz das Publikum nach Afrika katapultierten. Einzig mit ihren hohen und tiefen Stimmen ließen sie die Leute in König der Löwen schwelgen und zum deutschen Stück Beethovens ,,Lorelei“ schmunzeln. Sie sangen auch jeweils die Hymnen von Deutschland und Südafrika, stärkten die Bindung beider Länder.  Dass Deutschland und Südafrika nach nicht besonders schöner Geschichte gemeinsam diesen Abend gestalten und genießen, war wirklich wunderbar zu spüren. DSC_1166.JPG

,,Unsere Hoffnungen für eine bessere Zukunft sind größtenteils aufgegangen, doch es ist noch nicht alles gut.“, wie Mass es zur Demokratie und zur Gesellschaft in seiner Rede angesprochen hat. Trotz des Appells war das Konzert für jeden ein Vergnügen. 

DSC_1175.JPGDas Orchester und die Gruppe versprühten Freude und Bewegung mit den Klängen aus Afrika und auch einfach ihrer Ausstrahlung. Sie zeigten wie wundervoll kulturelle Vielfalt ist und das Teilen dieser. Mit einer letzten Verbeugung gingen sie ganz locker spielend aus dem Saal mit dem tosenden Applaus der feinen Damen und Herren. Jetzt wird das Konzerthaus zwei Wochen (bis 20.August)  mit den verschiedensten Jugendorchestern aus aller Welt erfüllt sein. Lasst es euch nicht entgehen! Viele der Konzerte werden auch ab dem 10. August auf arteConcert ausgestrahlt.  

mehr infos www.young-euro-classic.deDSC_1172.JPG

Seid mal wanderlustig!

Allgemein, Berlin, Kunst Überall

Karl Eduard Biermann, Das Wetterhorn, 1830, Öl auf LeinwandWer nicht die Möglichkeit hatte seine Sachen auf den Rücken zu klemmen und ein Sommerabenteuer zu erleben, der sollte sich auf die Socken machen für einen Kurztrip in die Alte Nationalgalerie. Wanderschuhe nicht vergessen! Auch wenn die Galerie nicht jedermann in seinen Bann zieht, so hat die derzeitige Ausstellung ,,Wanderlust” tausende Besucher neugierig gemacht. Es scheint so als würde der Hype fürs Wandern erst seit einigen Jahren andauern, tatsächlich hatten die Menschen schon immer großes Interesse, zu erkunden, oder aber einfach spazieren zu gehen.  

Auf den ersten Blick wird vielleicht nicht klar, wie sich Kunst und Wanderschaft überschneiden. Nach der Ausstellung seht ihr das anders.

Beim Wandern werden uns neue Einblicke in die Schönheit der Natur gegeben und so haben sich auch viele Maler in Europa die Leinwand unter den Arm geklemmt und nach romantischen Motiven gesucht. Durch das Wandern und Forschen entdeckten wir mehr und mehr, was unsere Welt zu bieten hat und so wurde die Entdeckung der Natur ebenfalls zum Thema der Ausstellung.  

Bekannte Künstler, wie Casper David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel und weniger bekannte Künstler wie Carl Blechen und Gustave Coubert nehmen einen mit in die Romantik.  

Weit brauchen wir gar nicht weit fahren, denn wie durch ein Fenster schaut man in die Alpen und die Highlands von Schottland. Insgesamt sind Künstler aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen bis hin Großbritannien und Russland vertreten.

 

,,Ich fühl’s, wenn ich gehe in der freien Luft, im Wald oder an den Bergen hinauf, da liegt ein Rhythmus in meiner Seele, nach dem muß ich denken, und meine Stimmung ändert sich im Takt.” – Bettina von Arnim (Die Günderode)

 

Mit der Ausstellung werden nicht nur Kunstwerke sondern auch literarische Notizen gezeigt, trotzdem bleiben die Leinwände der Hingucker und es tut gut die malerischen Landschaften mit den Augen zu erkunden.

Also, lasst euch bis zum 16.September die ca. 120 Bilder nicht entgehen und wandert, spaziert oder schlendert durch die verschiedenen Räume des 19. Jahrhunderts.

Auf http://wanderlustinberlin.de bekommt ihr noch mehr Einblicke und alle Informationen zur Ausstellung und wenn ihr dort seid, lohnt es sich auch, die gesamte Galerie zu sehen.

Jens Ferdinand Willumsen: Bergsteigerin, 1912

Über den Horizont und noch viel weiter

Allgemein, Berlin

Heute war keine Sonnenfinsternis und auch keine Mondlandung und dennoch ein wichtiges Ereignis für unsere Menschheit, insbesondere für die Wissenschaft. Mancher mag es schon gehört haben, dass irgendwas im All passiert ist. Astronaut. Rakete. Doch was genau ist nun eigentlich geschehen?

Über den Horizont und noch viel weiter

So lautet ungefähr das Motto dieser Mission, die Mission Horizons,  denn es geht vor allem um die Erweiterung des menschlichen Horizonts, sprich unserer Grenzen. Wie weit schafft es unsere Wissenschaft und wie effizient sind neue Forschungsergebnisse?

All das sind Fragen, die durch die Experimente beantwortet und bewiesen werden können. Es mag von weit her klingen, denn eigentlich begegnet uns die Wissenschaft ja nicht alltäglich und überhaupt scheint sie sich oftmals mit unnötigen Nachforschungen zu beschäftigen.
Bei dieser Mission werden jedoch ungefähr 300 Experimente von Wissenschaftlern aus aller Welt durchgeführt unter anderem, um Proteine kristallisieren zu können und neue Metalle zu legieren. Das klingt vielleicht etwas fern von unserer Vorstellung, dafür können wir uns sicher etwas unter der Sonne vorstellen, deren Aktivität gemessen werden soll. Noch wichtiger für uns sind dann auch Experimente zur Lebenserhaltung, also auch zur Krebsheilung. Somit werden wir in der Medizin noch mehr Fortschritte haben, aber nicht nur in der Medizin geht es hoch hinaus. Schon jahrelang werden Theorien über den Planet Mars angestellt, weitere Experimente werden deshalb zur Verbesserung der Weltraumerkundung unternommen.

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Was ist nun passiert

Die drei Astronauten aus den USA, Russland und Deutschland starteten heute um Punkt 13:12 in Kasachstan mit ihrer Sojus und düsten hoch hinaus. Ihr Ziel- die Station ISS, die sie aber erst nach 2 Tagen erreichen werden und dabei die Erde 34 mal umrunden, bis sie dann in 400km Höhe ankommen. Das gibt doch die beste Gelegenheit, um Fotos zu machen, nicht? Falls da noch Zeit bleibt.

In der Rakete selbst werden die Experimente nicht durchgeführt, denn von dem anfangs 50m langen Gerüst blieb nach der vollendeten Startphase nur die 7m lange Kapsel.

Ab 10:30 wurde im Zeiss-Großplanetarium in Berlin Prenzlauer Berg alles vorbereitet, damit Hunderte sich den Start durch eine direkte Übertragung ansehen konnten. Ab 12 Uhr konnten Kinder aller Altersgruppen selbst mal einen kleinen Einblick in die Astronomie bekommen. Stationen mit Experimenten zur Schwerkraft und dem Weltall vertrieben die Zeit, während  wir auf der Leinwand in die Welt eines Astronauten getaucht wurden. Die Anzüge fest verschlossen und mit Helm in der Hand setzte sich die Crew vor die Knöpfe. Ein kleines Plüschmaskottchen tauchte vor dem Bildschirm auf, denn es würde ihnen zeigen, wann sie in der Schwerelosigkeit angekommen waren. Dann endlich 5 Minuten vor Start klappte der letzte Stützarm weg und die Maschine war bereit, Feuer zu geben. Bei wolkenlosem Himmel und strahlender Sonne mit den Augen zusammen gekniffen saßen Gehörlose, Kinder, Familien, Schulklassen und Astronomie -Fans zusammen und zählten den Countdown ganz so als wäre ein kleines Neujahr, ein kleiner Aufbruch, ein kleiner Schritt für die Menschheit in eine Zukunft in der so vieles möglich sein wird.

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Im Internet gibt es viele Seiten, mit der Live-Übertragung und auch morgen wird es eine Veranstaltung zur Mission Horizon im Zeiss-Planetarium geben.

https://planetarium-berlin.ticketfritz.de/Event/Kalender/721/2758?Typ=Vorlage – Veranstaltung zum Astronauten Alexander Gerst

Live- Stream unter Beispielsweise https://www.leopoldina.org/presse/nachrichten/mission-horizons-live/

Und für alle Wissbegierigen gibt es dann auch noch am 9. Juni die Lange Nacht der Wissenschaften,die einen spektakulären Blick in für uns verborgene Erfahrungen geben.

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Mal multikulti

Allgemein, Berlin

Wir machen es wie die Queen und feiern erst dann, wenn gutes Wetter ist. Denn wenn die ganze Welt im Februar Karneval feiert, so verkleidet sich Berlin erst Ende Mai. Passieren kann es zwar trotzdem, dass es regnet, aber dieses Jahr hatten wir reichlich Sonne und die Stimmung war auch ganz oben.

 

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Afroamerikaner, Inder, Südamerikaner und Asiaten tanzten und feierten sich durch die Yorckstraße und steckten die Stadt damit an. Im engen Gewusel wurde getanzt und getrunken. Das beste war natürlich die Toleranz und Offenheit gegenüber jedem Einzelnen. In diesen vier Tagen, schien Diskriminierung komplett abgeschaltet worden zu sein ( aus meiner Sicht jedenfalls) und das multikulturelle Berlin wurde gefeiert.

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Berlin zeigt seine multikulturelle Seite in all seiner Pracht und wir merken: ,,Es geht doch!“

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Wie Musik und gutes Essen doch verbinden kann.

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Auch Homosexualität war ein Thema beim Feiern, denn dafür wurden Fenster,Herzen und Vorurteile geöffnet und im Juli ist es dann wieder richtig soweit dafür auf dieStraße zu gehen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf einen bunten Sommer in Berlin 🙂

Für alle Neugierigen: Hier der Link zur offiziellen Karnevalsseite:

Karneval der Kulturen

Fotografiert! Solange es noch möglich ist

Allgemein, Berlin, Kunst Überall

Los! Schnell! Es ist nicht mehr lange bis es verschwindet! Was? Kultur!

Wer in Berlin lebt weiß – es mangelt uns nicht an Kultur. Es mangelt uns nicht an Möglichkeiten unsere Seele zu bereichern, denn wie die Pariserinnen so schön sagen:

,, Kunst und Kultur ist wie gesundes Essen und lässt den Teint strahlen.“

In den Seitenstraßen der Berliner Viertel spazierte ich entlang, auf der Suche nach nichts, betrachtete nur die immer mal auftauchende Reflexion meiner selbst in den Schaufenstern und Glastüren bis mein Blick auf die Cover der Zeitschriften fiel. Die strahlenden Gesichter der perfekten Models und die neben stehenden Schlagzeilen. Ein Gesicht stach ganz besonders hervor. Eine Schwarz-Weiß  Foto eines Mannes dessen linkes Auge mit einem wahnsinnigem Blick den Betrachter durchbohrte.DSC_0378

Ich trat näher und las den Namen ,,Irving Penn“. Ich kannte ihn nicht, aber ich wusste, ich würde es herausfinden. Tatsächlich stand ich in wenigen Wochen vor dem Amerika Haus – das c/o Berlin und das Gesicht des Mannes, der sich später als Pablo Picasso herausstellte, schaute mich immer noch so wahnsinnig an.DSC_0329.JPG

Die Ausstellung gilt als einer der beliebtesten zurzeit, denn Irving Penn war vor allem als Fotograf bei der Vogue tätig, fotografierte aber nicht nur magere Models. DSC_0344

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Salvador

 

Mit seiner Rolleiflex fotografierte er Zigaretten mit Bedeutung, und Blumen sowie Verpackungen als hätten sie Gesichter. Schwarz-Weiß Bilder von allerlei Berühmtheiten waren ausgestellt und seine Reihe an ,,Nudes“ also mal nackte Haut á la Venus.

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In den spärlich beleuchteten Räumen sah man die Gesichter der Bäcker, Kellner und Handwerker. Aber auch Menschen, die wir sonst nicht zu Gesicht bekommen. Bemalte Gesichter afrikanischer Frauen schauten mich an. Die Haut voller beabsichtigter Narben- ein Zeichen für Stärke und Schönheit, hatte ich gelernt.

Zwei Etagen waren voll mit den Photographien  und jedes war wert, gesehen zu werden. Jedoch ist es nicht mehr lang bis die Ausstellung vorbei ist, also  nicht nach dem 1. Juli dort auftauchen. Das schon vielleicht, wenn die folgenden Ausstellungen ebenso gut sein werden, aber Irving Penn wird gehen.

Füllt euch mit guter Kunst im c/o und genießt es die Welt mit neuen Augen zu sehen. DSC_0361

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Hier der Link direkt zur Internetseite c/o Berlin   Zu finden ist das Haus gleich neben dem S-Bahnhof Zoologischer Garten

Hinter jedem Klick verbirgt sich eine Geschichte, ein Auftrag, eine Intention und vor allem aber eine Leidenschaft.

 

 

 

5 Dinge, die ich von ,,Search Inside Yourself“ gelernt habe – Anleitung zum Glücklich Sein

Allgemein, Learn

Glück. Ich wünsche Mir Glück für das neue Jahr, doch was steckt dahinter? Glück ist doch das Erste, was einem als Wunsch in den Sinn kommt. ,,Ich möchte glücklich sein.“ Oder ,,Ich möchte glücklicher werden“ Das bedeutet doch, dass wir im Moment nicht glücklich sind oder? Oder etwas ändern möchte, um dann sagen zu können, ich bin zufrieden mit mir und das macht mich glücklich. Es spielt jedoch überhaupt keine Rolle, ob das neue Jahr angefangen hat. Wir neigen nur dazu, mit dem anfangendem Jahr einen Neuanfang zu starten. Ich kam zu dem Schluss, dass der beste Zeitpunkt etwas zu ändern, Jetzt ist.

Deshalb: Frag dich was kann ich in meinem Leben besser machen.

Frage dich: Was kann ich heute tun, damit Gestern neidisch wird?

Das Buch ,,Search Inside Yourself“ hat viele interessante Gedanken, wie man glücklicher wird zusammengefasst und ich möchte nun wiederum diese zusammengefassten Ideen zusammenfassen.

Das Fundament dieses Buches und unseres Glückes beruht auf Achtsamkeit und Meditation.

Gefühle, Gedanken und Emotionen nehmen einen wichtigen Teil unseres Selbst ein. Meistens leiten Sie uns und verzerren unsere Sichtweise auf bestimmte Situationen. Wir sind regelrecht beherrscht von Ihnen.

Zu allererst ist es wichtig diese Empfindungen wahrzunehmen, ohne über sie zu urteilen. Und dann müssen wir uns vorstellen dieses Gefühl habe einen Platz in unserem Körper. Wir geben dem Gefühl einen Platz und beschreiben es, beschreiben, wie es sich auf uns auswirkt und was es mit uns macht. Wir dürfen dieses Gefühl jedoch keine Abneigung zeigen oder uns mit ihnen identifizieren, denn sie sind einfach eine Empfindung unserer Körpers.

Am besten gelingt das alles durch Meditation. Also einfach hinsetzen oder legen, Augen schließen und in sich hineinhorchen. Dabei sollte man zuerst auf die Atmung achten, um dann, den Körper nach und nach immer mehr wahrnehmen zu können.

Meditation ist dabei einfach nur Sein. Ja. Genauso wunderbar wurde es im Buch beschrieben. Wenn wir Meditieren dann können wir uns schlicht dem Zustand des Seins öffnen. Wir öffnen uns der Welt und lassen Glück ganz einfach zu.

Das Buch ,,Search Inside Yourself“ hält als Grundgedanken fest: Das Glück ist in dir drin, dort kannst du es finden (Passender Titel, was?)

Allgemein bekannt ist ja, dass man Andere so behandeln sollte, wie man auch selbst behandelt werden möchte. Jedoch sollte man sich dessen viel öfter bewusst sein. Möchten wir also kein Leid, so sollten wir es Anderen auch nicht wünschen. Genauso ist es mit Freude. Es ist ein bewiesener Nebeneffekt, dass man selbst Freude verspürt, wenn man Anderen etwas Gutes getan hat. Das muss nicht zwingend etwas Materielles sein. Wir können Anderen Freude entgegenbringen in dem wir Ihnen Aufmerksamkeit schenken oder ihnen zeigen, dass wir an sie denken.

Versuche einfach mal jemandem deine ungeteilte Aufmerksamkeit zu widmen, wenn er oder sie etwas erzählt. Du wirst merken, wie deine Gedanken springen oder du etwas Loswerden willst. Bleib einfach mit deiner Aufmerksamkeit bei der Person.

Da haben wir sie nämlich! Die Aufmerksamkeit spielt eine sehr wichtige Rolle für unser Glück. Denn nur wer aufmerksam genug ist, wird das Glück nicht verpassen. Deshalb ist die nächste Empfehlung, allem was uns umgibt, so viel Aufmerksamkeit wie möglich entgegen zu bringen. Dazu gehört vor allem die Menschen, die uns umgeben, unsere Umwelt, also auch unmittelbare Situationen und auch unser eigenes Handeln.

Dies kann sogar einfaches Gehen sein. Wir richten unsere innere Aufmerksamkeit auf unseren Körper und die Bewegung unserer Füße.

Wenn wir essen, dann sollten wir uns vollkommen darauf konzentrieren und es genießen, somit werden wir auch dankbarer damit umgehen.

Wenn wir etwas gern tun- Radfahren oder Tanzen und mit vollem Bewusstsein darin aufgehen, dann entsteht ein sogenannter Flow. Dabei sind wir mit unserer Aufmerksamkeit bei dem was wir gern tun und uns optimal herausfordert. Wir fühlen uns gut mit dem was wir tun und werden so zufrieden und glücklich mit uns selbst!

Diese Erlebnisse sind aber nicht besonders langanhaltend. Laut dem Buch ergibt sich dauerhaftes Glück, wenn wir Teil von etwas Größerem werden und es als sinnvoll empfinden. Dies ist ein langer Prozess den wir unser ganzes Leben durchmachen, denn wir beschäftigen uns intuitiv mit Dingen, die wir als wichtig anerkennen. So kommt es, dass wir uns für bestimmte Dinge einsetzen, Veränderungen, die uns sinnvoll erscheinen und glücklich sind wenn wir etwas erreicht haben.

Natürlich können wir nicht jeden Tag glücklich sein oder einfach so Sorgen vergessen, aber wir können an unserem Glück arbeiten, nach Dingen suchen, die uns wichtig sein, in denen wir gut sind. Dinge, die uns mal vergessen lassen. Also lasst uns unser Glück in uns selbst finden.

Wie schreibt man Winter?

Allgemein, Learn

Einige setzen ihre Skihelme auf, die Schnallen der Skier fest an die Fußsohlen geklebt, andere fliegen auf einsame Sonneninseln, ich dagegen verwöhnte meinen Geist mit Literatur und guten Menschen. Fragt sich nun, was besser ist.

Es war ein sonniger Montag und für die meisten der Beginn einer weiteren Arbeitswoche. Für die Berliner Jugend der Beginn einer schulfreien Woche. Ich will nicht prahlen – ich stelle fest und meine, dass die Sonnenstrahlen auf das Lächeln eines Jeden wirken sollten. Winter ist doch gleich viel angenehmer, wenn klarer Himmel die vom Schnee gezeichneten Straßen erhellt.

Angekommen am Gleis war bereits eine bunte Menge Leute versammelt, die sich aufgeregt unterhielt. Mit jeder neu ankommenden Person stieg die Vorfreude, bis dann schließlich der Zug nach Trebnitz eintraf. Es wurde so viel erzählt, jeder kannte Jeden und hatte den Anderen monatelang nicht gesehen. Die Vorfreude und Energie der Anderen war so ansteckend. Ich fragte nach Namen und stellte genauso oft die Frage ,,Wie oft warst du schon in Trebnitz?“ Und verwechselte auch noch alles.

Drei Dinge wurden mir an meinem ersten Tag bewusst:

1. Die Mitglieder der Literaturwoche, oder wie sie inoffiziell genannt wurde ,,das Spezi“ waren eine große Familie. Ein Grund dafür ist einfach, weil so viele schon so oft dort gewesen waren und auch, weil so viel Vertraulichkeit in der Luft lag.

2. ,,Wie fühlt es sich an, wieder nach Trebnitz zu kommen?“ ,,Wie für eine kurze Zeit nach Hause zu fahren.“

3. Das Spezi ist eine riesige Tradition bestehend aus etlichen kleineren Traditionen und Ritualen. Angefangen von ,,Hallo, Hallo?“ – ,,Wir sind’s!“ Zur Begrüßung bis zum Anklagen eines vermeintlichen Zaubertrolls.

Einer meiner Lieblingsbräuche war das Energizing. Es gab eine Auswahl an verschiedenen sinnfreien, aber äußerst witzigen Einheiten, die wir durchführten, wenn sich ein wenig ,,meh“ oder ,,eh..“ gefühlt wurde. (Ausgesprochen, klingt das verständlicher)

Es gab den Wotanshou Tanz, der von dänischen Pfadfindern nachempfunden wurde. Man spricht dabei eigenartige Reihen von skandinavisch klingenden Worten und hampelt mit den Beinen und Armen in einer bestimmten Reihenfolge – klingt doch wundervoll! So sprachen und bewegten wir uns alle zusammen, damit es gemeinsam total belämmert aussah und das machte Spaß.

Ein weiterer Energizer handelt von einer Banane, die zuerst geschält, dann geschnitten, gegessen und schließlich ausgekotzt wird. Begleitet wird diese Einheit von sinnlosen Wörtern, die, wie ein Mix aus Latein und Italienisch klingen. Einfach herrlich! (Die Sprache kann man sich ein wenig wie bei dem Minions vorstellen)

Einen weiteren Teil der Woche, den ich sehr genossen habe, waren die originellen Tischgespräche. Ein ganz interessanter Gedanke war die Etablierung von Muttermilch und Muttermilchprodukten. Es wurde kontrovers diskutiert inwieweit ethisch vertretbar die Durchführung wäre und wer überhaupt aus Muttermilch hergestellten Yoghurt essen würde. Atomkraftwerke und die Wehrpflicht waren ebenfalls häufige Themen. (Ich hoffe das darf ich herausplaudern)

Der eigentliche Kern dieser Woche lag jedoch bei unseren Texten, die wir am Ende in einer Lesung vorstellten. Texte, die noch nicht geschrieben wurden und zu denen die meisten noch keinerlei Ideen hatten. Also Fingen wir an mit Workshops zum Basteln von Briefumschlägen und dem Erstellen einer Spezi-Gestalt. Macht Sinn. Macht Spaß.

Schließlich hatten wir an unserem ersten Tag wunderschön gestaltete Briefumschläge für jeden. Diese wurden an eine Pinnwand geheftet und jeder konnte jedem, anonym oder auch nicht, Botschaften schenken. An diesem Montag war auch Sascha Kim Andrea geboren: eine Gestalt, dass uns durch das Spezi begleiten sollte und unsere Erinnerungen sammelte. Ihre Persönlichkeit wurde über die ganze Woche hinweg von allen Teilnehmern vervollständigt. Neben „SKA“gab es noch weitere herumlungernde Wesen, nämlich die geheimen vom Los auserwählten Trolle, die Leute verzaubern konnten. Und neben all diesen schönen Dingen hatten wir noch einen Text zu schreiben! Gut, dass da noch die verlockenden täglichen Workshops waren, die mit ihren Themen über verlassene Inseln, Lyrik und Surrealismus die Zeit noch schneller vergehen ließen.

Der letzte Abend war das große Highlight an dem wir Uns Sketche ausgedacht hatten und aufführten. Danach folgte eine weitere Tradition: das Bücherschreiben. Jeder durfte sich ein Buch aussuchen, worin dann Jeder eine Eintragung hinterließ. Die Bücher wurden mit den liebevollen Eintragungen dann noch viel wertvoller. Ich liebte es all die verschiedenen Handschriften zu lesen, die verrieten, wie gemocht ich wurde. Manchmal war es doch besser als jede Schokolade, sich von geliebten Menschen mit Worten und Gedanken verwöhnen zu lassen.

Dinge, die ich von der Literaturwoche gelernt habe

  • Umgeben sein von wundervollen Menschen, die dir gut tun, ist besser als jeder Luxusurlaub
  • Inspiration lässt dein Herz, wie Schokolade im Sommer schmelzen, nur dass du nicht auf den Sommer warten brauchst
  • Durch Öffnen der Ohren und der Seele zu Anderen findest du Kreativität und Inspiration
  • Inspiration findest du auch durch einfaches Beobachten und Hinterfragen deiner Umgebung

Ich hatte das Glück, diese Eindrücke und Erinnerungen im Schloss Trebnitz mit den kreativsten und einzigartigsten Menschen zu sammeln. In den prächtigen Räumen des Schlosses widmeten wir uns dem, was uns verband und unsere Seelen erfüllte- dem Schreiben, jedenfalls im besten Fall.

Den kleinen gefrorenen See in der Winterlandschaft beobachtend, umrahmt von Schilf und Gräsern , die vom feinem Schnee gesprenkelt waren;Baumstumpfe und Holzbänke vervollständigten dieses idyllische Bild und es entstand der perfekte Ort, um Gespräche über Menschen und das Universum mit den interessantesten Menschen zu führen.

Nun leide ich und freue mich zu gleich. Post-Spezi-Depression. Wenn du nicht wahrhaben willst, dass es vorbei ist, dass diese wundervollen Menschen wieder in ganz Deutschland zerstreut sind. Wenn du mit aller Kraft versuchst in den normalen Alltag zurückzukehren, fern von abstrusen Energizern, die sich nur Pfadfinder aus Dänemark hätten ausdenken können, kuriosen Gesprächen beim Essen und den Morden in den Werwolfspielen um Mitternacht.

Diese Woche war so gefüllt mit Freundlichkeit und Herzenswärme. Ich bin so unendlich glücklich und dankbar, diese Kreativität und diese Menschen und all das Schreiben verspürt zu haben.

Ich danke den Schreibenden Schülern und ihren Unterstützern für so etwas wie das Spezi. Ich habe niemanden getroffen, der nicht gern dort war, der nicht gern Teil dieser wundervollen Familie sein durfte.

Ich danke auch Renate Zimmerman, der ich so viel zu verdanken habe und, die mich dem Schreiben und allem was dazu gehört stets näher gebracht hat.