Poesietherapie

Allgemein, Kunst Überall, Learn

Eine intelligente junge Frau, eine Autorin hat mich viele gelehrt. Ja, tatsächlich, ist das möglich als junge Frau, als Studentin intelligent zu sein und dabei, andere mit Wissen zu bereichern, ohne dabei in den Tonfall eines Lehrers zu verfallen. Sie erzählte sehr viel, an diesem Wochenende an dem ich sie zu sehen bekam. Vieles sickerte leider durch mich hindurch, doch ich glaube daran, dass ich ihre Botschaften mitnehmen konnte. Ich hoffe es.

Sie war es auch, die mir das Wort „Poesietherapie“ als Erste in den Kopf pflanzte.

Sich mit Poetik und Lyrik heilen, in dem man in seinen Erinnerungen gräbt, tief in die eigenen Bilder entschwindet und dann etwas schreibt, nur für sich, um sich selbst näher zu kommen.

„Durch das Schreiben verstehe ich erst meine Gedanken“

so oder so ähnlich hat es Elisabeth Gilbert in „Big Magic“ gesagt und tatsächlich entdeckt man vielleicht noch Unbewusstes in seinem Katalog aus Bildern. Es kommt ganz darauf an in welche Lage, du dich versetzt und wohin die Gedanken wandern.

Ein Anfang dafür, wäre zu schreiben: „Ich erinnert mich..“. Das wird immer weiter gesponnen, ganz egal, wohin man am Ende angelangt. Optional gibst du dir vorher ein Thema. Zum Beispiel eine Frage, oder ein Gegenstand.

Frage: Wann hast du dich (das erste Mal) wie ein Mädchen gefühlt?

Wann war ich ein Mädchen?- Poesietherapie

Ich erinnere mich an Kleider in meiner Kindheit. Ich hatte nie genug Kleider, nie genug Kleider und nie genug Kleider für meine Puppen. Ich hatte auch keine Probleme, Rosa zu tragen, aber Blau mochte ich noch mehr, nur sah ich es nie als eine Jungenfarbe. Ich sah mich nie als ein Junge, also musste ich doch ein Mädchen sein. Der Moment in dem ich den Gedanke fasste, ich sei ein Mädchen, war nie gekommen, wie die frühkindliche Erkenntnis man sei man selbst im Spiegel. Es muss geschehen sein, aber fern abseits dessen, was das Erinnerungsspektrum zulässt. Vielleicht mag es auch sehr öde klingen und stereotypisch , dass ich eben mit Puppen gespielt habe und bei Mutter-Vater-Kind entweder Tochter oder Mutter gespielt habe. So war es aber nun mal und Baby Borns haben mich auch angezogen, ganz egal, was die Werbung dazu zeigte. Ich war ein normales Mädchen und sah das Gute dieser Welt. Sollte ich mich dafür entschuldigen?

Ich habe auch mit Jungs gespielt, aber das soll keine Verteidigung sein. Ein lächerlicher Gedanke, denn vor was sollte ich mich verteidigen? Der Normalität?

Bewusst habe ich es sicher nicht wahrgenommen, aber unter Jungs habe ich erst richtig gemerkt, dass ich ein Mädchen bin und mich unterscheide. Beim Laufen, Springen und Hinsetzen draußen war ich stets darauf bedacht, meine Kleidung nicht zu verschmutzen. Ich spielte nicht beim Fußball. Ich durfte nicht, also schaute ich zu. Manchmal lief ich ins Feld oder nahm den Jungs den Ball weg, doch es half nichts.

Ich erinnere mich nicht jemals als Mädchen angesprochen worden zu sein. Ich trug Zöpfe und Kleider, mochte Ketten mit Perlen und Anhängern um meinen Hals, as gab es da noch Anderes zu bezweifeln? Ich war und bin ein Mensch.

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Hommage an Foodstagram – genüssliche Momente festhalten

Allgemein, Berlin, Kunst Überall

Eigentlich ist die Zeit der Foodphotos vorbei, oder? Schon vor Jahren wurde eine eigene App erstellt nur, um dort den Foodies dieser Welt ihre hübsch arrangierten Tischgedecke mit Essen zu fotografieren und zu teilen, denn die wurden häufig schon als genauso nervig wie Selfies eingestuft. Wie unser Verhältnis zum Thema Essen is(s)t und unsere Esskultur sich überhaupt etabliert hat, darüber könnte man Buchbände füllen. Es sind Fragen, die wir uns nicht jeden Tag stellen, wenn überhaupt, aber ganz spannend, da mal etwas näher hinzusehen. 

Das c/o Berlin hat passend dazu nun eine Ausstellung vorbereitet in der Essen auf verschiedenen Ebenen von Fotografen des 20. und 21. Jahrhundert gezeigt wird. 

Jedes Bild ist ein Hingucker, denn mal wird mit dem Essen und den Farben gespielt, dann wieder auf surreale Weise abgebildet. Essen wird politisch und was neben dem Essen passieren kann ebenso wichtig, wie der einfache Akt der Nahrungsaufnahme. Wahrscheinlich Wir Menschen sind definitiv die einzigen Geschöpfe auf der Welt, die so viel mit ihrer Nahrung anstellen, inspizieren, assoziieren und kommerzialisieren.

Ob Schwarz -Weiß oder nach Farben sortierte Bilder-  jedes Foto sagt etwas aus, mehr oder weniger, denn manchmal ist ein ein halb geschälter Apfel auch einfach nur da. 

Wie Essen in anderen Ländern ist, wird ebenfalls angeschnitten und aufgeschlagen werden zahlreiche Kochbücher mit Schriftzeichen und künstlich aussehendem Essen. “Food for the Eyes – The Story of Food in Photography” gibt zwar nicht die Geschichte des Essen wider, ermöglicht aber dennoch einen Einblick in den Umgang mit Essen. Außerdem lassen die Fotografien den Betrachter mal über die damit verbundene Erotik und Kreativität schmunzeln, als auch innehalten zu illustrierten Versorgungsengpässen und politischen Statements. Ein besonders aktuelles Bild zeigt zuerst ein Augenpaar in Schwarz-Weiß, wenn man jedoch näher hinsieht sitzen kleine Köpfe um den Augenausschnitt herum, getrennt von einer ungeraden Linie – die Mauer zwischen Mexiko und den USA. Essen verbindet und war schon immer ein unabdingbarer Teil unserer Gesellschaft.

Essen ist Genuss und Kommerz zugleich. Essen selbst ist eine Form der Kunst. Kunst ist es auch, richtig zu essen, was auch immer das bedeuten mag. 

Wenn ihr noch nicht volljährig seid, kommt ihr kostenlos in die Ausstellung, also lasst sie euch nicht entgehen. Bis zum 7.September wird das Essen noch in den Rahmen bleiben und im c/o Berlin am Zoologischen Garten auf euch warten.


Theater – besser als Kino, warum dann unbeliebt?

Allgemein, Berlin, Kunst Überall

Keine Coca-Cola, keine 3D-Brillen, aber trotzdem rote Sitze. Und Menschen, die tatsächlich vorne stehen und spielen, Emotionen zeigen, einen vielleicht sogar anschreien. Ganz nah dran, authentisch und echt fühlt sich alles an. Mit den einfachsten Mitteln wird man dazu eingeladen, nicht einfach zuzuschauen, sondern eine Geschichte zu erleben. Warum ist das Theater dennoch ein eher unbeliebtes Ziel für viele Jugendliche? 

Kein Popcorn, dafür echte Emotionen. Warum gehen Jugendliche trotzdem so ungern ins Theater?

Das diesjährige „Augenblick mal!“-Festival will sich nicht nur Fachleuten öffnen, sondern auch dem jungen Publikum selbst. Das hat jedenfalls der junge Moderatorin Han auf der Festivaleröffnung gesagt. Dieses Jahr scheinen sie dem Ziel näher als in den letzten Jahren, sagt Kay Wuschek, Intendant des Theater an der Parkaue.

Verglichen mit anderen Theaterfestivals sitzen bei der Eröffnung schon mal nicht nur Vorsitzende und Theaterschaffende, sondern auch Studierende. Wenigstens ein paar junge Gesichter. Ein bisschen fühlt man sich dennoch fehl am Platz unter den vielen Erwachsenen als eine von wenigen Jugendlichen, doch wir wollen uns zeigen. Für wen sonst sind denn die Inszenierungen?

„In Bremen sind Theaterbesuche für Schulklassen kostenlos“, erzählt Meret Mundwiler, Schauspielerin des aufs Festival eingeladenen Stückes „Waisen“. „Und auch wenn sie verpflichtend dort sind, haben junge Menschen Gefallen daran.“ Tatsächlich werden die Stücke während des Festivals auch von Schulklassen besucht, aber wie viele Jugendliche und Kinder gehen eigenständig ins Theater? 

Theater ist eben nicht so fancy, Filme schauen ist da irgendwie einfacher, als sich mit dem Theater zu beschäftigen. „Keine Ahnung, warum, ich gehe einfach nicht mit Freunden ins Theater“, sagt meine Festival-Kollegin Luise Ahles (16). Trotzdem ist das Theater ein lebendiges Medium, um über wichtige Themen aufzuklären oder auf eine andere Weise an Schullektüre heranzugehen. Viele wichtige Themen werden auch dieses Jahr auf dem Festival einbezogen, wie Rassismus, Unterdrückung und Moralvorstellungen, aber auch Familie und Identität. Schade nur, dass nicht noch mehr junge Leute die Wirkung der vielen Theaterstücke spüren.

Theater als gängige Unterhaltung für Jugendliche? Das „Augenblick mal!“-Festival setzt sich jedenfalls dafür ein

Durch Projekte und Möglichkeiten, bei denen Kinder und Jugendliche selbst ins Spielen kommen, wird die Beziehung zum Theater hier nochmals auf eine ganz neue Weise geschärft. Auch das Festivalmagazin „Hinguckerinnen“ wurde von Jugendlichen unter professioneller Anleitung selbst gestaltet.

Es dauert wohl noch eine Weile, bis Jugendliche wirklich regelmäßig ins Theater gehen. Warum, weiß keiner so genau. Das „Augenblick mal!“-Festival setzt sich jedenfalls dafür ein.

Dieser Beitrag ist auch auf „spreewild“ der Berliner Zeitung erschienen. Vielen Dank für das Veröffentlichen

Milch und Honig für eine bessere Welt

Kunst Überall, Learn

Schwarzes Buch. Vielleicht 200 Seiten. Weiße Bienen starren mit ihren Gitteraugen auf die den fremdartigen Namen der Autorin- Rupi Kaur.

Wenn wir mit dem Daumen die Seiten wie bei einem Daumenfilm vorbeiziehen lassen, den

ken wir es ist nicht viel, nicht viel Text, aber viele Zeichnungen, doch hinter wenig Worten können sich viele Gedanken verbergen.

Ein Debüt, ein Solches, habe ich gehört, denn wie ein Wucht hat Rupi Kaur damit eingeschlagen und Millionen Menschen inspiriert. Die Themen sind verschieden- jedes Kapitel widmet sich einem Problem, einer Lebenslage.

Das Leiden
DasLieben
Das Brechen
Das Heilen

Gewalt zwischen Mann und Frau, Gewalt zwischen Eltern und Kindern und auch zwischen Fremden ist etwas so Präsentes und dennoch können wir unsere Augen so leicht davor schließen.

Was ist wenn wir uns den bösen Dingen öffnen? Es tut weh. Es tut weh, die schlechten Seiten unseres Seins zu sehen, aber jedesmal ist es so wichtig, dennoch beide Seiten zu sehen.

Gewalt und Missbrauch sind aber nicht die einzigen Dinge über die wir nachdenken beim Lesen der Verse. Es ist Liebe, die eine ganz vielfältige Rolle in dem Band übernimmt. Die Liebe zur Mutter und zum Vater, die Liebe zu sich selbst und auch zu einem anderen Menschen klingen wider in ihrer Poesie.

Wir spüren auch Schmerz und Verbitterung in nur ein paar Worten und es tut so gut, zu wissen, dass man nicht allein ist mit seinen Wahrnehmungen.  

Dann schließlich bekommen wir Aufmunterung und Mut geschenkt, neben Fragen, die wir uns selbst stellen.

Sie lässt uns das alles nur durch ein paar Zeilen, Worte, Verse,  sehen und fühlen,  lässt  die Haut kribbeln und kurz innehalten, um hochzusehen und sich zu vergewissern, wo man eigentlich ist.

Wenn die Scheiben der Bahn das Innere der Waggons reflektieren, weil draußen alles dunkel ist, dann ist es perfekt Rupi dabei zu haben.

Wenn man gerade verlassen wurde oder einfach nur etwas Mut und fremdes Leid braucht, dann ist es perfekt Rupi dabei zu haben.

Wenn man einfach etwas Abstand braucht von allem und sich gleichzeitig nicht abschotten will, dann ist es perfekt von Milch und Honig zu lesen.

if the hurt comes

so will the happiness

-be patient

Natürlich empfiehlt es sich, Bücher immer in der Originalsprache zu lesen, hier wäre es Englisch, aber auch die Deutsche Version ist lesenswert, wenn Englisch nicht möglich ist.

Nach Milk and Honey ist noch ein weiteres Buch von Kaur veröffentlich worden. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, aber the sun and the flowers soll mindestens genauso gut sein.

 

Seid mal wanderlustig!

Allgemein, Berlin, Kunst Überall

Karl Eduard Biermann, Das Wetterhorn, 1830, Öl auf LeinwandWer nicht die Möglichkeit hatte seine Sachen auf den Rücken zu klemmen und ein Sommerabenteuer zu erleben, der sollte sich auf die Socken machen für einen Kurztrip in die Alte Nationalgalerie. Wanderschuhe nicht vergessen! Auch wenn die Galerie nicht jedermann in seinen Bann zieht, so hat die derzeitige Ausstellung ,,Wanderlust” tausende Besucher neugierig gemacht. Es scheint so als würde der Hype fürs Wandern erst seit einigen Jahren andauern, tatsächlich hatten die Menschen schon immer großes Interesse, zu erkunden, oder aber einfach spazieren zu gehen.  

Auf den ersten Blick wird vielleicht nicht klar, wie sich Kunst und Wanderschaft überschneiden. Nach der Ausstellung seht ihr das anders.

Beim Wandern werden uns neue Einblicke in die Schönheit der Natur gegeben und so haben sich auch viele Maler in Europa die Leinwand unter den Arm geklemmt und nach romantischen Motiven gesucht. Durch das Wandern und Forschen entdeckten wir mehr und mehr, was unsere Welt zu bieten hat und so wurde die Entdeckung der Natur ebenfalls zum Thema der Ausstellung.  

Bekannte Künstler, wie Casper David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel und weniger bekannte Künstler wie Carl Blechen und Gustave Coubert nehmen einen mit in die Romantik.  

Weit brauchen wir gar nicht weit fahren, denn wie durch ein Fenster schaut man in die Alpen und die Highlands von Schottland. Insgesamt sind Künstler aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen bis hin Großbritannien und Russland vertreten.

 

,,Ich fühl’s, wenn ich gehe in der freien Luft, im Wald oder an den Bergen hinauf, da liegt ein Rhythmus in meiner Seele, nach dem muß ich denken, und meine Stimmung ändert sich im Takt.” – Bettina von Arnim (Die Günderode)

 

Mit der Ausstellung werden nicht nur Kunstwerke sondern auch literarische Notizen gezeigt, trotzdem bleiben die Leinwände der Hingucker und es tut gut die malerischen Landschaften mit den Augen zu erkunden.

Also, lasst euch bis zum 16.September die ca. 120 Bilder nicht entgehen und wandert, spaziert oder schlendert durch die verschiedenen Räume des 19. Jahrhunderts.

Auf http://wanderlustinberlin.de bekommt ihr noch mehr Einblicke und alle Informationen zur Ausstellung und wenn ihr dort seid, lohnt es sich auch, die gesamte Galerie zu sehen.

Jens Ferdinand Willumsen: Bergsteigerin, 1912

Fotografiert! Solange es noch möglich ist

Allgemein, Berlin, Kunst Überall

Los! Schnell! Es ist nicht mehr lange bis es verschwindet! Was? Kultur!

Wer in Berlin lebt weiß – es mangelt uns nicht an Kultur. Es mangelt uns nicht an Möglichkeiten unsere Seele zu bereichern, denn wie die Pariserinnen so schön sagen:

,, Kunst und Kultur ist wie gesundes Essen und lässt den Teint strahlen.“

In den Seitenstraßen der Berliner Viertel spazierte ich entlang, auf der Suche nach nichts, betrachtete nur die immer mal auftauchende Reflexion meiner selbst in den Schaufenstern und Glastüren bis mein Blick auf die Cover der Zeitschriften fiel. Die strahlenden Gesichter der perfekten Models und die neben stehenden Schlagzeilen. Ein Gesicht stach ganz besonders hervor. Eine Schwarz-Weiß  Foto eines Mannes dessen linkes Auge mit einem wahnsinnigem Blick den Betrachter durchbohrte.DSC_0378

Ich trat näher und las den Namen ,,Irving Penn“. Ich kannte ihn nicht, aber ich wusste, ich würde es herausfinden. Tatsächlich stand ich in wenigen Wochen vor dem Amerika Haus – das c/o Berlin und das Gesicht des Mannes, der sich später als Pablo Picasso herausstellte, schaute mich immer noch so wahnsinnig an.DSC_0329.JPG

Die Ausstellung gilt als einer der beliebtesten zurzeit, denn Irving Penn war vor allem als Fotograf bei der Vogue tätig, fotografierte aber nicht nur magere Models. DSC_0344

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Salvador

 

Mit seiner Rolleiflex fotografierte er Zigaretten mit Bedeutung, und Blumen sowie Verpackungen als hätten sie Gesichter. Schwarz-Weiß Bilder von allerlei Berühmtheiten waren ausgestellt und seine Reihe an ,,Nudes“ also mal nackte Haut á la Venus.

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In den spärlich beleuchteten Räumen sah man die Gesichter der Bäcker, Kellner und Handwerker. Aber auch Menschen, die wir sonst nicht zu Gesicht bekommen. Bemalte Gesichter afrikanischer Frauen schauten mich an. Die Haut voller beabsichtigter Narben- ein Zeichen für Stärke und Schönheit, hatte ich gelernt.

Zwei Etagen waren voll mit den Photographien  und jedes war wert, gesehen zu werden. Jedoch ist es nicht mehr lang bis die Ausstellung vorbei ist, also  nicht nach dem 1. Juli dort auftauchen. Das schon vielleicht, wenn die folgenden Ausstellungen ebenso gut sein werden, aber Irving Penn wird gehen.

Füllt euch mit guter Kunst im c/o und genießt es die Welt mit neuen Augen zu sehen. DSC_0361

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DSC_0333Amerika Haus

Hier der Link direkt zur Internetseite c/o Berlin   Zu finden ist das Haus gleich neben dem S-Bahnhof Zoologischer Garten

Hinter jedem Klick verbirgt sich eine Geschichte, ein Auftrag, eine Intention und vor allem aber eine Leidenschaft.

 

 

 

Es steht mir im Gesicht geschrieben

Allgemein, Kunst Überall, Learn

Schreib! Schreib, über das, was dir wichtig ist! Schreib über alles, was dich stört! Schreib über das, was dich berührt, was dich aufregt. Schreib über das, was du ändern willst. Auch, wenn du nur eine kleine Stimme im Vogelgeschrei des Dschungels bist. Schreib, über die Dinge, um die du dich sorgst. Schreib, über das, was dich begeistert. Was wäre denn diese Welt ohne die Vielfalt der Dinge?

So viele Blogger, Kolumnisten,Alltagszwitscherer, Journalisten. Wenn wir davon ausgehen, dass sie schon alles gesagt haben, liegen wir weit daneben. Wenn wir davon ausgehen, alles was sie schreiben sei richtig, liegen wir weit weit weit daneben. Ein Glück gibt es genug Möglichkeiten, von sich hören zu lassen- manchmal mehr als nötig.

Lass dich nicht erdrücken von der Vielzahl des Bereitsgesagten, der Vielzahl, der Menschen, die bereits ihre Meinung sagen. Hab keine Angst vor dem Gedanken, sowieso nicht wahrgenommen zu werden. Wenn ich so gedacht hätte, würdest du das jetzt nicht lesen.

In dieser Welt in der jede einzelne Meinung zählt und doch, durch die Vielzahl unterzugehen scheint, in dieser Welt müssen wir unsere eigene Stimme finden. Nicht nur, um gelesen und gehört zu werden, von wem auch immer, sondern auch, um uns selbst zu hören, selbst zu erkennen, was wir denken. Schreib. Fang einfach an.

Maybe it was already told, but not by you!

Vor einem Jahr habe ich genau das getan. Wortwörtlich habe ich Worte  und Aussagen verbunden, nicht nur getippt oder mit der Hand Buchstaben aus Tinte geformt, sondern gestempelt. Mühselig jeden einzelnen Buchstaben in die Druckerfarbe gedrückt- zuerst Blau, dann Rot, damit sie ein großes Ganzes aus Gedanken und Geschichten ergeben. Worte wurden zu Sätzen und Sätze zu Aussagen, die nach und nach linienartig mein Gesicht und mein Haar bildeten. Durch das, was ich da gefunden und gedacht habe, erkannte ich meine Stimme. Meine Botschaft, die aus so viel Liebe, Erschütterung, Empörung und Endgültigkeit bestand. Ich konnte all das teilen, über mein Abbild, meinen leider etwas zu wütend gewordenen Blick und über die lila Worte, durch die all das entstanden war.

Meine Botschaft betrifft all die Töchter, Mütter, Freundinnen, aber genauso all die Freunde, Väter, Brüder. Es sind die Reaktionen und das Verhalten, die viele vom jeweils anderem zu spüren bekommen. Einige mehr andere weniger, aber wenn wir die Augen öffnen, einfach nur Dinge bemerken, dann erkennen wir all die Widersprüche. Es ist die ständige Erniedrigung. Das elende Festhalten an alten Stereotypen. Die niemals endende häusliche Gewalt. Das Klassifizieren und Objektivieren. Das Definieren von Gleichheit zwischen Mann und Frau, denn Feminismus beinhaltet nicht nur Frauen. Das ist etwas, was ich während meiner Recherchen immer wieder erkannt habe. Viele denken Feminismus beinhalte nur Frauen, aber dem ist nicht so. Feminismus bedeutet so viel mehr, als Frauenstärke.

Tatsächlich ist dieses gesamte Problem so riesig, dass mein Gesicht dafür nicht ausgereicht hat. Und Zeit – Zeit spielt auch eine Rolle, denn es bringt mir wenig, mein Leben mit dem Drucken von Buchstaben zu verbringen. Aber es war ein Anfang, richtig? Es ist ein nie endender Prozess, denn es ist ein so altes Problem mit immer neuen Geschichten und Ereignissen. Es beginnt mit einem Tweet, einem Hashtag, einer kurzen Bemerkung. Dann fangen wir an, zu entwickeln. Wir reagieren und handeln. Schreiben und Handeln-der perfekte Ausgleich!

Jeder hat mindestens eine Botschaft, die er ins sich trägt, eingebettet in die unermüdliche Empörung über eine Sache. So als würde dich insgeheim jedes Mal etwas  aufregen und endlich kannst du dich ausreden, kannst sagen, wie sehr es dich stört.

Der Kopf wartet nur darauf, geöffnet zu werden, die geborgenen Botschaften nach außen fliegen zu lassen. Also, schreib, um diese Botschaften empor fliegen zu sehen.

Wir schreiben und reden und teilen und damit sollten wir niemals aufhören. Doch sei gewarnt, denke bevor du etwas aussagst, wäge ab und informier dich, bevor du urteilst.


Ich habe dieses ,,Projekt“ in der Freien Kunstklasse realisieren können und bin sehr dankbar dafür. Unter folgendem Link findet ihr die Seite dazu.                                 https://freie-kunstklasse.de/kristina-vasilevskaja

Informiert euch

 

 

 

Die Kunst des richtigen Lebens – Der Alchimist

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Es ist eben nicht jeden Tag möglich, alles zu geben. Es ist nicht jeden Tagen möglich, glücklich zu sein. Und doch ist jeder Tag so wertvoll und Zeit so kostbar.

Ich lebe(…)Wenn ich laufe, dann mache nichts außer laufen. Und wenn ich kämpfen muss, dann wird es ein ebenso guter Tag zum Sterben wie jeder andere. Denn ich lebe weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. (..) Wenn du immer in der Gegenwart bleiben kannst, dann bist du ein glücklicher Mensch. – Paulo Coelho(Der Alchimist)

So,

Warum sind wir da und was wollen wir erreichen?

Stellen wir uns den Gang des Leben vor, so ist es zuerst ein Sprung mitten ins Geschehen. Als kleines Kind krabbeln und hüpfen wir sorglos über den Wohnzimmerteppich oder die Küche und scheren uns um nichts. Wir fangen an gemächlich mit laufen an, bilden uns.                                                                                                                                                        ,,Warum?“ ,,Um später einen guten Beruf auszuüben“ ,,Wozu?“ ,,Um gutes Geld verdienen zu können“ ,,Wofür?“ ,,Um sich Wünsche zu erfüllen, Urlaub machen vielleicht und später mit einer Rente über die Runden kommen“ ,,Und dann?“ ,,Sterben.“

Und das also ist  mein Leben. Es muss doch also etwas geben, was wir anstreben, etwas das bleibt, um einen (wünschenswert) positiven Abdruck in der Welt zu hinterlassen. Wir suchen nach der Aufgabe, nach unserer Bestimmung und es ist uns nicht jeden Tag bewusst, denn wir tendieren dazu, unsere Zielen aus den Augen zu verlieren.                        Als ich in ähnlicher Weise schlicht und vorhersehbar vom Lauf des Lebens erzählt hatte, konnte ich mir vorstellen, wie mein Brieffreund auf dem Nachhauseweg aus dem Fenster der Bahn schauend über meine Worte nachdachte. ,,Meaning of life“, wie er es nannte. Schließlich antwortete er mit dem Zitat: ,,It is the fate of glass to break“(Es ist des Glases Schicksal, zu brechen), womit er die Sache so ziemlich auf den Nagel hämmert- dann einrahmt, oder einfach auf ein hübsches Kissen stickt.

Vielleicht mache ich mir auch allzu viele Gedanken, um das warum, statt einfach, das zu tun, was einen glücklich macht. Denn wenn Sinn und Freude Dingen gefunden werden, dann gibt es nichts, was novh Belang sein könnte. Wenn wir also einfach, das tun, was uns glücklich macht, erfüllen wir gleichzeitig einen Sinn?

Ein Buch, das diese Suche nach dem Lebensweg und der Liebe zum Glück immer wieder anspricht und darauf zurückgreift, ist ein möglicherweise nicht ganz bekannter Klassiker von Paulo Coelho.

Im mediterranen Andalusien erzählt er von einem jungen spanischen Hirten dem zweimal ein Schatz in der Nähe der Pyramiden im Traum erschienen ist. Ein Mädchen zeigt ihm den Weg doch kurz bevor, wacht er auf. In seiner Unschlüssigkeit wendet er sich an eine Zigeunerin, diese ist ganz begeistert und verlangt einen Teil des Schatzes. Sie zeigt ihm jedoch nicht, wie er zu den Pyramiden gelangt. Kurz darauf begegnet er einem alten Mann, der sich als König behauptet und ihm als Erster von vielen seine bereits geöffneten Augen noch weiter öffnet. Er gibt ihm den Rat auf die Zeichen zu achten und lässt ihn seine Schafe verkaufen.

Der Jüngling macht sich auf den Weg mit nichts als Hoffnung und ein wenig Geld im Rucksack. Eine faszinierende Reise durchlebt er auf dem Weg zu den Pyramiden über den Gibraltar. Es verschlägt ihn auf wandernde arabische Märkte und in Glaskunstläden. Es ist eine Reise in der er Neues erkennt und lernt. Zwischen den sandigen Wüstenstürmen und den Oasen mit den tausend Palmen am Horizont, trifft er auf die Männer und Frauen der Wüste. Er riskiert und verliert und schließlich findet man sich selbst an die Reflektion des Fensters starrend. Überlegend. Gleichzeitig mit leerem Kopf und einem Haufen Hoffnng. Doch das ist nicht alles, was es braucht. Ein Ansatz-vielleicht.

Wir sollten uns jeden Morgen fragen, was wir vom Leben wollen und wie wir einen neuen Pfad entstehen lassen können. Wir stoßen nicht urplötzlich auf eine Antwort, aber in dem wir Hinterfragen, kommen wir unserem Lebensweg näher. Lasst uns nicht einfach existieren, sondern leben! Es ist schwer, ja. Es ist eine Entdeckung, ja. Jede Entdeckung verbirgt auch Gefahren, doch eine Geschichte ohne Spannung, in der immer alles gut läuft, würde ja keiner lesen wollen, richtig?

 

Viele Wege führen zum Buch: Öffentliche Bibliotheken 

Thalia

 

Kultur to go – Vlaho Bukovac Museum

Allgemein, Kunst Überall

Kunst begleitet uns überallhin und wenn wir in der Schule saßen oder sitzen und uns dachten, wieso wir das brauchen, nun ja Kunst ist vielleicht nicht so essenziell; wie Mathematik oder Deutsch; doch auch Kunst sollte immer Platz in unserem Leben finden.
Wenn man nun sehr gut in der Schule war, viel Geld verdient, wie manch einer sich das wünscht, dann entwickelt man auch den Drang, Kunst zu kaufen.

 

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Mit einem Glas Wein in der Hand durch Galerien oder Sammlerräume laufen und sagen: ,, Das hier nehme ich. Das ist ein absolutes Muss für meine Seele und mein Wohnzimmer“; das gehört nur im entferntesten Sinne dazu. Kunst ist nicht nur für die reichen Snobs unserer Moderne gedacht. Kunst sollte für alle da sein.

Von Literatur, Kunst und halbgeheimen Projekten

Allgemein, Kunst Überall, Learn, Stories

Lieber Leser,

ich bin nun wirklich ein Neuling, was das Bloggen betrifft und so richtig hineinfuchsen, wie man das gern sagt, kann ich nicht. Meine Seite hat den Namen berlinerkunstfuerdich aber gibt es überhaupt noch Menschen, die sich für Kunst interessieren? In der Schule wird auch hinterfragt, wozu das Fach Kunst überhaupt da ist.

Literatur

Bücher sind wundervoll. Ja, jeder liest sie, wer sich bilden und entspannen will. Es gibt deshalb auch etliche Buchblogger und sogar Buchmagazine, wie zum Beispiel das Flow-Magazin.

Macht es deshalb Sinn, auch noch über Büchern und das Schreiben selbst zu schreiben? Natürlich wissen wir- es gibt so viele Meinungen wie Menschen, aber viel Sinn macht das ja nicht.

Projekt

Ich habe eine Art Projekt gestartet mit Anfang dieses Jahres. Da dieser Blog kaum gelesen wird, kann ich ohne Scheu alle meine Vorhaben und Pläne erzählen.

In meiner Schule hat man die Möglichkeit, wenn man dran bleibt, eine Arbeitsgemeinschaft zu eröffnen. Ich möchte eine Kunst AG eröffnen. (Wer hätte es gedacht)  So nun bin ich selbst schon sehr gespannt auf die ersten Stunden und Menschen, die mich erwarten.

Im Wesentlichen geht es aber nicht nur um Kunst sondern auch um Philosophie(immer geht es um Philosophie) Ja! Natürlich. Es gibt keine Auszeit in der Philosophie, keine Verschnaufpausen in der wir sie mal zur Seite legen. Den Verstand und das menschliche Handeln zur Seite legen.  Die Philosophie wird in allen verschiedenen Arten auf die Kunst angewandt. Was denkt der Künstler sich dabei, ist ja eine der berüchtigsten Fragen in der Kunst; und einer der wichtigsten. Wie das jeweilige Werk in unsere Gesellschaft passt oder nicht, wie es sie vielleicht sogar indirekt angreift. Durch Kunst findest du zu sich selbst und so auch durch Philosophie.

Der Name eines philosophischen Kinderbuches, das ich gesehen hatte, heißt: Philosophie- oder wenn es im Kopf kitzelt, was wirklich gut getroffen ist.

Es geht ums hinterfragen und in der Kunst ist es nicht anders.

Ich frage mich schon, was meine Teilnehmer darüber denken werden und was überhaupt ihre Ansichten sind. Es ist immer wunderbar andere Meinungen und Perspektiven zu sehen, da wir in unserem Leben nur selten auf andere Perspektiven achten, ja wir denken manchmal gar nicht daran, wie ein Sachverhalt von der anderen Seite aussieht. Das ist eine der schlechten Angewohnheiten des Menschen.

 

Wer es vielleicht kaum erwarten kann, wann die Fortsetzung von cigarettes kommt, so kann ich nur sagen: Bald beziehungsweise irgendwann.

Wem cigarettes nichts sagt, sollte hier reinklicken: ,,Cigarettes”